Viel mehr als nur ein Mobilfunkanbieter
Der Aufbau eines Customer Experience-Bereichs (CX), der sich an Störungen anpassen, eine verteilte Belegschaft unterstützen, die Effizienz verbessern und die KI-Einführung vorbereiten kann, hat für viele Unternehmen Priorität. Doch nur wenige haben die Grenzen einer cloudbasierten CX-Plattform unter so dramatischen Umständen ausgelotet wie Zain Sudan.
In den letzten drei Jahren hat der Telekommunikationsanbieter mithilfe von Genesys Cloud seine Kunden- und Mitarbeitererfahrungen transformiert und ein vollständig virtuelles Contact Center erstellt, das nicht nur für mehr Agilität und eine stärkere operative Leistung sorgt, sondern auch die Grundlage für zukünftige Innovationen bildet. Auf diesem Weg konnte Zain Sudan die Anzahl der angenommenen Anrufe um 19 % steigern, die Kosten pro Anruf um 60 % senken und die Service-Level um 15 % verbessern.
Der Vorteil dieser Transformation wurde besonders deutlich, als Sudan zwei Krisen ausgesetzt war: der Pandemie im Jahr 2020 und dem bewaffneten Konflikt im Jahr 2023. Diese Krisen zwangen das Unternehmen, seine Betriebsabläufe zu überdenken. Zain Sudan entschied sich für die Umstellung auf ein vollständig virtuelles Contact Center-Modell, damit seine Kundenservice-Teams die Kunden weiterhin unterstützen konnten, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen.
„Von dieser Entscheidung hing enorm viel ab“, sagt Elshaikh Madani, Director Customer Care bei Zain Sudan. „Wir benötigten eine Cloud-Lösung, um unsere Mitarbeiter zu schützen und gleichzeitig sicherzustellen, dass unsere Kunden uns weiterhin erreichen können. Die Stärkung des Kundenvertrauens und die Servicebereitstellung waren nicht optional – sie waren unerlässlich.“
Die Notwendigkeit der Servicekontinuität wurde noch wichtiger, als im April 2023 im Sudan ein Konflikt ausbrach. Mobilverbindungen waren plötzlich nicht mehr nur praktisch: Für Millionen von Menschen wurden sie lebenswichtig – um Kontakt zu geliebten Menschen zu halten und kritische Informationen, finanzielle Unterstützung und humanitäre Hilfe zu erhalten.
Mit einem Netzwerk, das 90 % der Bevölkerung abdeckt und mehr als 12 Millionen Kunden unterstützt, stand Zain Sudan im Zentrum des Krisenmanagements des Landes. Das Unternehmen arbeitete unermüdlich daran, Mobilfunk- und Internetdienste wiederherzustellen und einen zuverlässigen Betrieb sicherzustellen, getrennten Familienmitgliedern Kontaktmöglichkeiten zu bieten, die Lieferung von Lebensmitteln und medizinischer Hilfe zu ermöglichen und Gemeinden bei der Bewältigung der gravierenden Wirtschaftskrise zu unterstützen.
Die Rolle von Zain ging dabei über die reine Kommunikation hinaus. Über Bede, die Mobile-Wallet- und Fintech-Plattform des Unternehmens, stehen Millionen von Sudanesen grundlegende Finanzdienstleistungen zur Verfügung. Das ist besonders in einer Zeit wichtig, in der die traditionelle Bankeninfrastruktur schwer beeinträchtigt ist.