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Führungskräfte in Großunternehmen stellen sich nicht mehr die Frage, ob künstliche Intelligenz (KI) Teil der Customer Experience sein sollte. Sie fragen sich vielmehr, wo genau KI hingehört, wie sie kontrolliert wird und wie sichergestellt werden kann, dass sie nicht nur in isolierten Bereichen, sondern über die gesamte Customer Journey hinweg einen Mehrwert schafft.
Das ist keinesfalls graue Theorie: Im Bericht „Der aktuelle Stand der Customer Experience 2025“ von Genesys geben 82 % der Verbraucher auf der ganzen Welt an, dass ein Unternehmen nur so gut ist, wie der Service, den er bietet.
Das ist mehr als nur eine Kennzahl für die Customer Experience. Es ist ein Spiegelbild der Markenwahrnehmung.
Verbraucher stehen KI-gestützten Services zunehmend offen gegenüber, sofern sie mit Verantwortungsbewusstsein und Transparenz einhergehen. 64 % sind der Meinung, dass KI die Qualität und Geschwindigkeit des Kundenservice in den nächsten zwei bis drei Jahren steigern wird, und 62 % erwarten eine bessere Personalisierung. Gleichzeitig beanspruchen laut dem Genesys-Bericht 88 % der Befragten das Recht darauf, zu wissen, wann sie es mit einem virtuellen Agenten zu tun haben.
Was bedeutet das für Führungskräfte, die eine KI-Strategie ausarbeiten möchten?
Es bedeutet, dass eine einzelne KI-Funktion noch keine Strategie darstellt. Dass ein isolierter Anwendungsfall nicht die Kundenerwartungen erfüllen kann, die Aspekte rund um Sondierung, Kauf, Onboarding, Service, Kundenbindung und Fürsprache einschließen.
Die praktischste Art und Weise, Bedenken hinsichtlich KI in der CX auszuräumen, besteht darin, ihren kumulativen Mehrwert zu verdeutlichen. Wenn KI-Funktionen innerhalb einer einheitlichen Plattform vereint sind, verstärken sie sich gegenseitig. Und wenn KI seine Wirkung statt als Ansammlung von Einzellösungen als vernetztes System entfalten kann, entstehen Unternehmen folgende Vorteile:
Deshalb hat für CX-Führungskräfte die Plattformmodernisierung bei gleichzeitiger Einführung von KI Vorrang. Der Bericht zum aktuellen Stand der Customer Experience 2025 hebt die Verbesserung der Datenqualität, die Integration von Systemen in eine CX-Plattform und den Ausbau von KI-Funktionen wie das Verständnis natürlicher Sprache und Strategien für virtuelle Agenten als wichtige Initiativen hervor.
Der Unterschied zwischen schrittweiser Automatisierung und umfassender Transformation ist die Orchestrierung.
Die Automatisierung eines einzelnen Schritts in einer Fertigungslinie sorgt für eine geringfügige Verbesserung der Produktivität. Aber wenn jede Phase des Prozesses vernetzt und synchronisiert ist, steigt der Durchsatz dramatisch.
Das trifft gleichermaßen auf die Transformation der Customer Experience zu. Ein virtueller Agent allein mag vielleicht den Self-Service verbessern. Vorausschauendes Routing allein mag vielleicht geeignetes Personal schneller auffinden. Ein Agent-Copilot allein mag vielleicht Bearbeitungszeiten straffen.
Aber wenn diese Funktionen über die gesamte Journey hinweg Hand in Hand arbeiten, nimmt die Leistung exponentiell zu. Und der Mehrwert durch KI steigt immens.
Wenn CX-Führungskräfte verschiedene KI-Investitionen abwägen, nimmt man leicht nur die betriebliche Effizienz in Augenschein. Kürzere Bearbeitungszeiten. Niedrigere Kosten pro Kontakt. Mehr Self-Service-Möglichkeiten.
Diese Kennzahlen sind zwar wichtig. Aber sie stellen nur eine Seite der Medaille dar.
Erfolgreiche CX-Unternehmen richten KI-Systeme für beide Seiten der Medaille ein.
Wenn KI-Funktionen isoliert eingesetzt werden, kommen sie normalerweise nur einem dieser Aspekte zugute. Ein virtueller Agent kann das Anrufvolumen reduzieren. Ein Routing-Algorithmus kann die Mitarbeiterzuweisung optimieren.
Wenn hingegen KI über die gesamte Journey hinweg orchestriert wird, summiert sich der Nutzen auf. Automatisierung räumt betriebliche Reibungspunkte aus. Vorausschauendes Routing bringt Kunden schneller mit fachkundigen Mitarbeitern in Verbindung. Wissenssysteme steigern die Qualität der Problemlösung. Die Journey-Orchestrierung macht den Weg frei für proaktive Interaktionen.
Gemeinsam eingesetzt wirken sich diese Funktionen sowohl auf Effizienzkennzahlen als auch die Kundenbindung aus.
Die Beispiele der nachfolgenden Unternehmen veranschaulichen, wie KI-Funktionen über Routing, digitale Interaktionen, Automatisierung und Workforce-Abläufe hinweg vernetzt werden können. Die erzielten Ergebnisse belegen messbare betriebliche Verbesserungen und zeigen gleichzeitig, wie die Customer Experience bei jeder Interaktion gestärkt wird.
Diese Verbesserungen gehen über bloße betriebliche Effizienz hinaus. Weniger Weiterleitungen und eine schnellere Navigation durch das IVR-System brachten eine Reduzierung des Aufwands mit sich, den Kunden zur Lösung ihrer Anliegen betreiben müssen. Wenn die richtigen Ressourcen schneller erreicht werden und weniger Übergaben erforderlich sind, werden die betriebliche Leistung und die Customer Experience gleichermaßen verbessert.
Das Bemerkenswerte an dieser Transformation ist, dass die Effizienzgewinne nicht auf Kosten der Erlebnisqualität gingen. Produktivitätssteigerungen und Automatisierung führten zu einer Reduzierung der Betriebskosten, während konstant hohe Zufriedenheitswerte belegten, dass Kunden ein schnellerer und effektiverer Service geboten wurde.
In der Praxis bedeutet dies, dass Routineanfragen dank Automatisierung rasch gelöst werden, während komplexere Interaktionen an die richtige Ressource weitergeleitet werden. Das Ergebnis ist eine höhere betriebliche Effizienz und eine höhere Lösungsrate beim Erstkontakt – ein wichtiger Indikator für die Kundentreue.
Im Gesundheitswesen können sich betriebliche Verbesserungen positiv auf das Patientenerlebnis auswirken. Kürzere Reaktionszeiten und ein effektiverer Self-Service reduzieren den Aufwand für Patienten beim Zugang zu Versorgungsleistungen und tragen dazu bei, dass dringende Bedürfnisse Vorrang erhalten.
Diese Ergebnisse veranschaulichen, wie sich betriebliche Effizienz und Servicequalität gegenseitig verstärken. Effizientere Workflows ermöglichen es dem Personal, mehr Patienten zu betreuen, während die verbesserte Terminplanung dazu beiträgt, dass Einzelpersonen zeitnahen Zugang zu Versorgungsleistungen erhalten.
Ob Einzelhandel, Bankwesen, Telekommunikation oder Gesundheitswesen: Das Muster bleibt das gleiche. Virtuelle Agenten reduzieren den Aufwand für Routinearbeiten. Messaging verbessert die Erreichbarkeit. Vorausschauendes Routing erhöht die Lösungsquote. Die einheitliche Transparenz steigert die Leistungsfähigkeit von Mitarbeitern. Und all dies sorgt für Verbesserungen in mehreren Leistungsdimensionen, da sich der Nutzen der KI aufsummiert, wenn sie nicht isoliert eingesetzt wird.
Wenn KI ihr Versprechen nicht halten kann, liegt das nicht an mangelnden Technologiefähigkeiten. Es liegt daran, dass sie isoliert eingesetzt wird.
Für CX-Führungskräfte hat es also wenig Sinn, eine einzelne KI-Funktion einzuführen und dies als Erfolg zu feiern. Sie müssen vielmehr von Anfang an auf Orchestrierung setzen.
Und zu diesem Zweck sollten sich CX-Führungskräfte folgende Fragen stellen:
Die Antworten auf diese Fragen sind keine bloßen Funktionsvergleiche, sondern betreffen die betriebliche Gestaltung an sich.
Die oben genannten Unternehmen haben nicht mit isolierter KI herumexperimentiert. Sie haben vielmehr Interaktionen, Routing, Automatisierung und Leistungstransparenz innerhalb einer einzigen Plattform zusammengeführt. Daraufhin hat sich die Effizienz verbessert. Die Lösungsgeschwindigkeit hat zugenommen. Der Self-Service wurde ausgebaut. Die Umsatzzahlen sind gestiegen.
Das Fazit für CX-Führungskräfte fällt also eindeutig aus: KI sollte nicht nur an Effizienzgewinnen gemessen werden. Optimale Implementierungen sorgen für eine gleichzeitige Verbesserung der betrieblichen Leistung und der Customer Experience.
Wir glauben, dass die praktische Anwendung von KI im Bereich der Customer Experience ziemlich einfach ist: Nutzen Sie Automatisierung, um unnötige Reibungspunkte zu beseitigen. Nutzen Sie vorausschauende Intelligenz, um Interaktionen kompetent zu führen. Reservieren Sie menschliches Know-how für Situationen, die für den Unternehmenserfolg entscheidend sind. Nutzen Sie dann vereinheitlichte Daten, um das System kontinuierlich zu verbessern.
Wenn Unternehmen KI direkt mit messbarem Geschäftsnutzen in Verbindung bringen können, wird deutlich, dass sich die Investition lohnt. Die Transformation nimmt größere Ausmaße an, sobald Teams über isolierte Pilotprojekte hinausgehen und KI in die Kernprozesse einbetten. Gleichzeitig wird die Customer Experience zu einem echten Wettbewerbsvorteil, wenn jede Interaktion mit Intelligenz und Kontext gehandhabt wird.
Dies alles führt dazu, dass Ihre KI-Investition im gesamten Unternehmen für einen gesteigerten Mehrwert sorgt.
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