Ein Digital-First-Erlebnis, das Kundenwünschen entspricht
Eine weitere Priorität war die Anpassung an veränderliche Kundenerwartungen. Eine Studie, die Vodafone Oman gemeinsam mit Ipsos durchführte, zeichnete das Bild einer weit verbreiteten Frustration über komplexe IVR-Systeme, mangelnde Verantwortlichkeit bei der vollständigen Lösung von Problemen und eine zu starke Abhängigkeit von einfachen, menügesteuerten Chatbots. Kunden wünschen sich schnellere, einfachere Interaktionen mit echten Konversationen. Vor allem WhatsApp erwies sich als bevorzugter Kanal auf dem Markt.
Vodafone Oman und Genesys arbeiteten gemeinsam an der Schaffung eines Digital-First-Interaktionsmodells, der Vereinfachung der Customer Journeys und der Umwandlung des Contact Centers in einen Wachstumsmotor. Zudem sollten das Workforce Management verbessert und Betriebsabläufe optimiert werden.
Das Unternehmen ergänzte sein Interaktionsmodell durch Sprache, soziale Medien, Back-Office-Support und Telesales. Es setzte statt auf Chatbots auf Live-Support über WhatsApp, um Echtzeitgespräche zwischen Personen zu ermöglichen. Dieser Wandel verbesserte nicht nur die Kundeninteraktionen, sondern setzte auch neue Maßstäbe im Markt.
Darüber hinaus vereinfachte Vodafone Oman sein IVR-System, um es zum schnellsten und intuitivsten auf dem Markt zu machen. Außerdem hob es die bisherige Trennung zwischen den verschiedenen Kommunikationskanälen auf. Anstatt Kunden zur Problemlösung zwischen Filialen und dem Contact Center hin- und herzuschicken, stellte Vodafone Oman sicher, dass Anliegen an jedem Touchpoint bearbeitet werden können, und schuf dadurch ein nahtloses Kundenerlebnis mit nachvollziehbaren Zuständigkeiten.
Die Transformation bei Vodafone Oman hatte sowohl aus betrieblicher als auch strategischer Perspektive erhebliche Auswirkungen. Die Verlagerung auf digitale Kanäle hat zu zufriedeneren und engagierteren Kunden geführt. Auf digitalen Kanälen finden inzwischen 70 % aller Interaktionen im Unternehmen statt, wobei sich WhatsApp mit etwa 1.000 bis 1.200 Interaktionen pro Monat als der beliebteste Kanal erwiesen hat.
Operativ haben automatisierte Prognosen und Planungen einen effizienteren Personaleinsatz ermöglicht, wodurch sichergestellt wird, dass die Ressourcen auf die Nachfrage abgestimmt sind und unnötige Kosten reduziert werden. Dies bedeutet auch, dass Ressourcen bei Bedarf auf wertschöpfendere Aktivitäten umverteilt werden können, um sowohl die Effizienz als auch den Nutzen zu maximieren.
Führungskräfte haben jetzt einen klareren Einblick in das Interaktionsaufkommen auf verschiedenen Kanälen, sodass sie genauere Prognosen über die zukünftige Nachfrage anstellen können. So kann Vodafone Oman beispielsweise frühzeitig erkennen, dass Anfragen aufgrund neuer Produkteinführungen oder Serviceänderungen um 10 % bis 20 % steigen werden. Anhand solcher Prognosen ist das Unternehmen in der Lage, die Personalplanung zu optimieren und die Kosten unter Kontrolle zu halten.
„Das alles bedeutet nicht, dass wir die Anzahl unserer Mitarbeitenden reduzieren werden. Es geht vielmehr darum, das Team optimal einzusetzen“, sagt Al Adawi.